Mittwoch, 31. Mai 2017

Lesemonat Mai 2017



Zeit für meinen Rückblick in den Lesemonat Mai. Ich hatte mir für diesen Monat absolut kein Ziel gesetzt, da wir nebenbei noch unser neues Haus tapezieren, malen und vorbereiten - insgesamt habe ich dennoch 10 Bücher gelesen. Mir fehlt zwar etwas Schlaf.... Aber es hat sich gelohnt.

Was ich alles erlebt habe:
Ich hatte einen Chip im Kopf und wollte mit meiner Zwillingsschwester einem Geheimnis auf die Spur kommen. Ich habe Ella Reed und die Royal-Familie kennen und lieben gelernt, bin endlich Warren und Bridgette wieder begegnet und habe Scarlet und Wolf geholfen, Grossmutter zu suchen.
Mit Lilac und Tarver habe ich um Rettung auf einem fremden Planeten gekämpft.
Als Au-Pair-Mädchen habe ich in England eine schwierige Liebe gefunden und musste  um sie kämpfen und bin danach in den USA dem King of Los Angeles begegnet, einem absoluten Frauenheld.
Als Prinzessin wurde ich nach Venda verschleppt und musste um mein Leben fürchten.


"War okay"-Bücher

Maybe not 
Colleen Hoover 
Da das Buch nur 144 Seiten hat, ist es sehr schnell gelesen, was auch an dem wunderbaren Schreibstil Colleen Hoovers liegen kann. Es war schön, einige der Charaktere wiederzutreffen und war eine süße, lustige Geschichte für zwischendurch. Insbesondere Bridgette, die in "Maybe someday" eher im Hintergrund war, hat mich positiv überrascht.
Das Buch war für mich kein absolutes Highlight aber es hat mich kurzweilig und gut unterhalten.

Gute Bücher

These broken stars 
Amie Kaufman und Meagan Spooner 
Das Buch startet absolut toll und spannend, eine moderne Version der Titanic-Geschichte. Es wird abwechselnd aus der Perspektive von Lilac und Tarver erzählt, am Anfang jedes Kapitels sind Auszüge eines Verhörs mit Tarver. Das fand ich gut, mal was anderes, aber man merkt die recht schnell, dass Tarver einige Dinge verschweigt. Mir gefällt der Schreibstil der beiden Autorinnen und die Kapitel sind relativ kurz - das mag ich immer sehr gern, denn es animiert mich dazu, "nur noch eins" zu lesen, was natürlich letztendlich immer einige mehr sind...😉

Die Charaktere: Tarver ist toll, sehr sympathisch und ich habe ihn recht schnell in mein Herz geschlossen.  Lilac allerdings... Ich war mir durchgehend nicht sicher, ob ich sie mag oder nicht. Einerseits schlägt sie sich nicht schlecht für ein verwöhntes Mädchen und es steckt mehr in ihr, als man erwartet.  Andererseits ging sie mir mit ihrer Oberflächlichkeit, die oft durchkommt, ziemlich auf die Nerven, sodass man sie manchmal einfach schütteln möchte.

Lilac und Carter kämpfen sich auf der Suche nach Rettung durch den unbekannten Planeten - und ganz langsam wird aus dem Science Fiction-Buch mehr und mehr Fantasy. Ich wusste nicht wirklich was mich erwartet, war gespannt in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Zum Ende hin war es mir allerdings etwas zu abgedreht, ähnlich wie "Der Schwarm" von Frank Schätzing, war es mir zu viel. Das eigentliche Ende ging dann auch zu schnell für meinen Geschmack, alles wurde rasant abgearbeitet und die Geschichte war vorbei...

Als Fazit für mich würde ich sagen: Das Buch hat mir recht gut gefallen, war aber nicht so ein Highlight, wie ich es durch die ganzen guten Rezensionen, die ich gesehen habe, erwartet habe.

TOP-BÜCHER

Paper Princess/Paper Prince/Paper Palace 
 Erin Watt 

Ich fand die Reihe toll - sie ist locker und leicht geschrieben, teilweise zwar nicht sonderlich überraschend dafür erfüllt es viele Klischees, aber das finde ich nicht schlimm und die Bücher haben mich wirklich großartig unterhalten.
Ella, die als Mündel zu Callum Royal und seinen Söhne zieht, war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist hart im Nehmen und lässt sich so gut wie nichts gefallen.
Die Royal-Jungs sind sehr speziell - aber insbesondere Easton habe ich mit seiner Art und Weise ins Herz geschlossen.
Ich habe die Reihe innerhalb kürzesterZeit verschlungen und kann sie jedem empfehlen.


Seit dem letzten Sommer
Katharina Brinckmann 
Es handelt sich um den zweiten Teil einer insgesamt absolut empfehlenswerten Reihe.

Der zweite Teil schließt zeitlich direkt an den ersten an – sodass man ganz schnell wieder in der Geschichte drin ist.
Die Charaktere dieser Geschichte sind ganz besonders: Das junge deutsche Au-pair-Mädchen Melli und der deutlich reifere Engländer George – dazu spielt die Geschichte in den 80er Jahren und versprüht damit seinen eigenen Charme.
Ich hätte beide Protagonisten manchmal einfach schütteln können wegen ihres Verhaltens – aber wenn man genauer darüber nachdenkt, ist das Verhalten von beiden absolut nachvollziehbar.  Oft habe ich mich durch Melli an meine eigene Jugendzeit erinnert und festgestellt, dass ich in ihrem Alter sehr ähnlich war.
Insgesamt erlebt man in der Beziehung der beiden relativ viel Streit, Versöhnung, aber auch eine gute, absolut nachvollziehbare und konsequente Entwicklung. Die beiden haben allerdings nicht nur mit sich selbst zu kämpfen, sondern müssen auch andere Hindernisse überwinden. Ich habe sehr mit Ihnen gelitten, hatte böse Vorahnungen, die teilweise auch erfüllt wurden.
Wie auch im ersten Teil ist der Roman tagebuchartig geschrieben und lässt sich, trotz 676 Seiten wirklich schnell lesen. Die Geschichte fand ich unterhaltsam und spannend - die Seiten verfliegen einfach – die letzten Kapitel sind in Zeitsprüngen angelegt – sehr schön gelöst und hat mich als Leserin sehr glücklich zurück gelassen.

Pandora - Wovon träumst du?

Eva Siegmund 
Das Buch war absolut fesselnd und spannend.
Es startet relativ langsam und man lernt die Zwillinge Liz und Sophie kennen, die getrennt voneinander aufgewachsen sind. Beide sind charakterlich, bedingt durch ihre Erziehung, relativ unterschiedlich, ergänzen sich aber perfekt. Die Autorin hat die beiden, alle anderen Figuren und auch Berlin im Jahr 2032 toll beschrieben.
Beim ersten Treffen der Geschwister wird auch enthüllt, weshalb sie getrennt wurden - ab diesem Moment startet die gemeinsame, aufregende und gefährliche Suche der Mädchen.
Die Idee mit dem Chip im Kopf, der quasi das Smartphone ersetzt, ist absolut genial und absolut nicht abwegig. Dass dieser Fortschritt allerdings auch Probleme und nicht nur Vorteile mit sich bringen kann, wird gut beschrieben.

Die Geschichte um Liz und Sophie hat mich durchgängig gepackt und die Seiten flogen nur so dahin.

Wie Blut so rot 

Marissa Meyer 
Es handelt sich um den zweiten Teil der Luna-Chroniken und ist eine Märchenadaption mit Science Fiktion-Anteil - absolut genial!
Obwohl es schon länger her ist, dass ich den ersten Teil gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme, mich wieder in die Geschichte einzufinden.
Protagonistin ist dieses Mal Scarlet (in Anlehnung an Rotkäppchen) wobei auch die Geschichte von Cinder und Kai aus dem ersten Teil in anderen Erzählsträngen weitergeführt wird. Die Charaktere, sowohl die neuen als auch die alten, sind alle sehr sympatisch und toll beschrieben.  Besonders habe ich mich über Iko in ihrem neuen Körper gefreut.

Die Geschichte ist absolut spannend und toll erzählt - ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, die ich sicherlich in nicht allzu ferner Zeit lesen werde.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die gerne Märchen-Adaptionen lesen, eine ganz tolle und wunderbare Reihe.

King of Los Angeles 
Sarah Saxx 
Der Einstieg ins Buch fiel mir absolut leicht. Es ist abwechselnd aus den Perspektiven von Scarlet und Damien geschrieben - das gefällt mir prinzipiell immer sehr gut, um beide Seiten zu verstehen.

Nach ein paar Kapiteln dachte ich kurzzeitig, dass es sich bei dem Buch um einen schlechten billigen Porno handelt 🙈 und ich war kurz davor das Buch beiseite zu legen. Ich entschuldige mich bei der Autorin😉, dem war definitiv nicht so - wenn ihr das Buch lest oder schon gelesen habt, dann erkennt ihr sicherlich die Stelle, von der ich spreche.
Ich mochte die Charaktere, auch die Nebencharaktere. Scarletts Freundin Tanya habe ich besonders ins Herz geschlossen. Die Band steht nicht im Mittelpunkt der Geschichte, die sich hauptsächlich um Scarlett und Damien dreht, aber natürlich lernen wir auch die anderen Bandmitglieder und den manchmal strengen und mürrischen Manager kennen, der aber nur seinen Job machen muss.

Das Buch hat mich durchgehend gut unterhalten, hatte keine Längen, war locker geschrieben - eine absolute Leseempfehlung für alle, die gerne mal Geschichten über Rockstars lesen.


Mein Highlight

Das Herz des Verräters 
Mary E. Pearson 
Insgesamt hat mir der zweite Teil der Reihe wieder sehr gut gefallen, er war für mich fast noch spannender als der erste (und schon den fand ich sehr gut und überraschend). Das Buch schließt direkt an den ersten Band an, sodass man direkt wieder in der Geschichte ist. Erzählt wird auch dieses Mal wieder aus den verschiedenen Perspektiven von Lia, Kaden und Rafe, hinzu kommt noch Pauline, so bleibt man auch ein wenig in Morrighan auf dem Laufenden.

Dieses Buch spielt zum Großteil in Venda, ein Land, dass die Autorin großartig beschrieben hat.
Natürlich lernen wir viele neue Charaktere kennen – einige musste man ins Herz schließen und haben mir das Herz gebrochen , andere habe ich verabscheut und insgesamt weiss man bei den meisten einfach nicht, ob man Ihnen vertrauen sollte.
Ein toller zweiter Teil, der einen grandiosen dritten Teil verspricht! ❤

Dieses Buch, mitsamt dem Vorgänger, spuckte heute noch den ganzen Tag in meinem Kopf herum - all die positiven Gefühle sorgen dafür, dass es mein Highlight für den Mai wird.

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